B.A.R.O.C.K. Künstlerische Interventionen

Margret Eicher, Luzia Simons, Rebecca Stevenson, Myriam Thyes

Schloss Caputh, Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, 4.5. bis 31.10. 2019

Flagge vor Schloss Caputh


GALERIE DER STARKEN FRAUEN (über der Imperatoren-Galerie im Vorgemach des Kurfürsten)


Foto: Jörg Weule


Foto: Daniel Lindner, 2019. Mit freundlicher Genehmigung der Stiftung Preussische Schlösser und Gärten SPSG.


Foto: Daniel Lindner, 2019. Mit freundlicher Genehmigung der Stiftung Preussische Schlösser und Gärten SPSG.

 

GRACEFUL ALLEGORIES, Video-Projektion an die Decke des Vorgemachs der Kurfürstin.
Links: Tapisserie von Margret Eicher


Foto: Jörg Weule


Foto: Jörg Weule

 


Foto: Jörg Weule

AFTER TIEPOLO im Schlafgemach der Kurfürstin


Foto: Jörg Weule

 

Mit B.A.R.O.C.K. präsentiert Schloss Caputh künstlerische Interventionen in einer Ausstellung, die durch die inspirierende Verschmelzung des barocken Schlosses mit den zeitgenössischen Arbeiten zweifellos zu den Höhepunkten der Sommersaison in den preußischen Schlössern gehört.

Schloss Caputh, das älteste erhalten gebliebene Lustschloss aus der Zeit des Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg, bietet eine beeindruckende Sammlung niederländischer Malerei, seltener Porzellane sowie von Skulpturen und Möbeln des nordischen Barock. Die vier Künstlerinnen gehen auf die Räume und Kunstgegenstände in dem Schloss ein und spiegeln in ihren Werken eine zeitgenössische Wiederkehr von Vorstellungen und Bildern der Vergänglichkeit (Vanitas) in gleichzeitiger Schönheit.

Ähnlich wie im 17. Jahrhundert erleben wir auch heute vielschichtige gesellschaftliche, religiöse und politische Verwerfungen, die miteinander korrelieren und sich in den letzten Jahren zu einem apokalyptischen Weltgefühl verdichtet haben. In der Epoche des Barock leistete die Kunst eine Visualisierung dieses Lebensgefühls in einer eindringlichen und ergreifenden Weise. Barocke und zeitgenössische Kunst beziehen ihre Wirkungsmacht aus der Überwindung des Normativen in Inhalt und Ästhetik sowie aus dem Spiel mit den Grenzen des Darstellbaren. Das Erleben von weltweitem, teils virtuellem Krieg, die zerstörerische Hybris der Finanzmärkte, die Furcht vor dem Untergang der Zivilisation – Szenarien, die Action-Film und Computerspiel schon vollzogen haben – evozieren neue Bilder des Memento Mori und damit die Aufforderung zum Innehalten.

aus der Pressemitteilung (PDF)

www.spsg.de/aktuelles/ausstellung/barock/

 

B.A.R.O.C.K. Künstlerische Interventionen

Margret Eicher, Luzia Simons, Rebecca Stevenson, Myriam Thyes

Wunderkammer Olbricht, ME Collectors Room, Berlin, 27.4. - 18.8. 2019

Alle Lust Will Ewigkeit, 2018, HD-Video im Hochformat, Loop

 

Zu den Ausstellungen erscheint der Katalog „B.A.R.O.C.K.“ mit Textbeiträgen von Mark Gisbourne und Samuel Wittwer, herausgegeben von der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, im Verlag der Edition Cantz.

www.me-berlin.com/ab-27-04-b-a-r-o-c-k/